Erstmals traten am Freitag die Vertreter der CDK an die Öffentlichkeit. Co-Präsident Ben Desku machte an der Medienkonferenz gleich zu Beginn klar, was das Hauptziel der Vereinigung ist: „Wir wollen die Integration der Kosovaren in der Schweiz verbessern.“ Das Bild des „bösen Kosovaren“, das in den Medien gezeichnet würde, sei falsch. „Im Stillen und unbeachtet gibt es zahlreiche Kosovarinnen und Kosovaren, die täglich zur Arbeit gehen, am Vereinsleben teilnehmen, soziale Verantwortung übernehmen – und inzwischen sogar Schweizer geworden sind“, sagte Ben Desku, der bei der ABB als Prozessingenieur arbeitet.
Gemeinsames Ziel: Integration verbessern
Ben Desku machte darauf aufmerksam, dass nicht nur die Schweizer Bevölkerung unter den Fällen gescheiterter Integration leide. „Diese negativen Beispiele prägen massgeblich das Bild der Kosovaren in der Öffentlichkeit. Die Folgen tragen wir – und zwar alle, Integration hin oder her.“ Die CDK möchte dieses Zerrbild korrigieren. „Wir wollen zeigen, dass es zahlreiche Beispiele geglückter Integration gibt“, sagte Co-Präsident Llesh Duhanaj. „Wir wollen zeigen, dass ein grosser Anteil von uns sich vollkommen mit den Schweizer Werten identfiziert.“
Die CDK sieht ihre Hauptaufgabe darin, ihren Mitgliedern die Integration in der Schweiz zu erleichtern und vermehrt Berührungspunkte zwischen Schweizern und Kosovaren zu schaffen. „Als erstes Projekt werden wir am 1. April den Kantonsratssaal besuchen, um das Verständnis der Schweizer Politik zu verbessern“, kündigte Llesh Duhanaj an, der als Sekundarlehrer in Wolhusen arbeitet.
Ausländerpolitik der CVP: Fördern und Fordern
CVP-Nationalrat Pius Segmüller und Kantonalpartei-Präsident Martin Schwegler zeigten auf, dass die Zusammenarbeit mit der CDK ganz auf der Linie der Ausländerpolitik der CVP liege. „Die CVP bekämpft die Ausländerkriminalität und die illegale Einwanderung entschlossen; auf der anderen Seite fördern wir aber auch die Integration durch gezielte Bildung und Weiterbildung“, sagte Pius Segmüller. „Deshalb ist es konsequent, jene Leute, die keinen Rückkehrgedanken mehr hegen, durch vertiefte politische Zusammenarbeit noch besser zu integrieren.“
Parteipräsident Martin Schwegler bekannte sich deutlich zum Grundsatz des Förderns und Forderns: „Wer nicht bereit ist, sich zu integrieren hat keinen Anspruch darauf, dauerhaft hier zu bleiben. Diejenige hingegen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, können mit unserer Unterstützung rechnen.“ Martin Schwegler wies in diesem Zusammenhang auch auf die Vereinigung italienisch-stämmiger Zuwanderer hin, die bereits seit mehreren Jahren im Schosse der CVP besteht. Wie diese Vereinigung soll auch die CDK nach der erfolgten Anerkennung einen Sitz im Vorstand sowie drei Delegiertenkarten erhalten.
